Mittwoch, 27. Februar 2008

Kommunikation und Mitarbeiterzufriedenheit

Es ist witzig. Ein Unternehmen amerikanischer Herkunft preist sich damit, dass einen seiner "Eckpfeiler" die Mitarbeiterzufriedenheit ist. Man tue ja alles, um seine Mitarbeiter glücklich zu halten, bei Laune halt... Man erzählt einem, man kommuniziere viel und offen, man duzt sich, man kann mit jedem über alles reden. Man ist halt einfach das Beste Unternehmen der Welt.

Ja, und so ist das auch. Hier ein Beispiel um dies zu illustrieren:

Seitdem ich bei diesem tollen Unternehmen arbeite, weiss ich, dass unsere Niederlassung "irgendwann in Februar" einen neuen Standort bekommt. Der neue Standort ist auch bekannt (aber leer). Wann dieser Umzug genau stattfinden soll, das weiss noch keiner. Zu viele Leute um zu viele Entscheidungen zu treffen. Bis dahin, OK.

Heute, gegen 10 Uhr morgens, steht bei unserer aktuellen Niederlassung ein LKW vor der Tür und zwei (nicht ganz freundliche) Mitarbeiter der beauftragten Firma erklären uns, dass sie JETZT alle Möbeln mitnehmen sollen. Aber sie können/sollen/dürfen keine Inhalte einpacken oder Schränke leeren. Sie hätten nicht einmal Kisten dabei.

Wir schauen uns an, schauen auf die Liste, der Sachen, die wir heute noch erledigen mussten und wissen nicht wirklich ob wir lachen oder heulen sollen. Chefchen war nicht da, er musste zum Erste-Hilfe-Kurs. Aber mit entsetzen mussten wir feststellen, dass auch er keine Ahnung hatte, dass das "Möbelpackunternehmen" heute kommt.

Also hiess es für uns, Schreibttische, Schränke und alles leer räumen, PCs auseinanderbauen, den Rest des Tages auf ein Klapptisch, ein Plastikstuhl, EIN PC und EIN Telefon zu arbeiten. Ja, war witzig. Vor allem, wenn man bedenekt, dass 99% der logistischen Planung des Tagesablaufes mittels PC bearbeitet werden.

Am späten nachmittag hörte ich dann von den Jungs des "Möbelpackunternehmens", dass dieser Termin schon seit einigen Wochen feststand. Ich frag mich nur, warum man sich in der Verwaltung nicht die Mühe gemacht hat, uns diesen zu nennen.

Ich finde das einfach nur respektlos. Es gibt kein anderes Wort dafür.

Naja, man ist ja jung, flexibel, dynamisch, modern, einfach für alles zu haben. Man nimmt so was mit Humor. Anders gehts ja nicht.

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