Prof. Donges hat heute in einem Standpunkt in der FAZ die Bekennnisse der G-20 zum freien Welthandel kommentiert. Kleine Auszüge gefällig:
"Vielmehr offenbart sich bei den Verantwortlichen eine protektionistische Grundhaltung, bei der sie die für Wachstum und Beschäftigung auf lange Sicht negativen Begleiterscheinungen einfach verdrängen: dass nämlich die Faktorallokation und der Wettbewerb verzerrt werden, notwendige Marktbereinigungen unterbleiben, der Produktivitätsspielraum in der Volkswirtschaft schrumpft, die Verbraucher überhöhte Preise bezahlen dürfen."
oder: "Aber einerseits millardenschwere Konjunkturprogramme aufzulegen in der Hoffnung, dass die Nachfrage anspringt, und andererseits zu protektionistischen Maßnahmen greifen, die wachstumsfeindlich sind - das ist nicht sinnvoll. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Für Vertrauensbildung ist es unabdingbar, die wirtschaftliche Integration zu festigen und zu vertiefen."
Da fühlt man sich doch direkt ein paar Jahre zurückversetzt. Man schleicht im Halbschlaf um kurz nach halb neun an Herrn Donges vorbei und begibt sich in die dritte Reihe, wo man gerade noch die Kommentare der Sitznachbarinnen zu Herrn Donges' Anzug mitbekommt, um sich dann neunzig Minuten Wirtschaftspolitik anzuhören.
Kommende Studenten sollen auf Wirtschaftspolitik verzichten müssen. Ob das die richtige Entscheidung ist?
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3 Kommentare:
Ach ich vermisse die guten alten Zeiten und unseren Dongi :-))
ja, das waren in der tat gute zeiten...
Ein Genuss solche Sätze wieder zu lesen!
Ich bin leider nie in den Genuß gekommen, Donges zu hören. Trotzdem oder gerade deswegen waren es tolle Zeiten :)
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