Verehrte Fun-Kuchen Gemeinschaft,
ich möchte in diesem Blogeintrag von meinem gestrigen Treffen mit meinem guten alten Schulfreund, dem "Hartfeiernden, zitateliebenden, klampfespielenden Basketballmitspieler und Kellnerkollegen" (H.z.k.B.u.K.) berichten und eine Plädoyer für das Aufrechterhalten solcher Freundschaften halten.
Ungefähr 2,5 Jahre war es gestern her, dass ich H.z.k.B.u.K das letzte mal gesehen hatte und Unserem bierseligen britisch/irisch angehauchtem Männerabend waren mehrere beidseitig, halbherzige Versuche vorausgegangen ein Treffen zu verabreden. Warum es gerade gestern gelappt hat kann ich nicht sagen, aber um es mit den (abgewandelten) Worten des Hauptstadt Bürgermeisters zu sagen: Es war gut so.
Nach kurzem gegenseitigem "abtasten" war schnell klar, das wir uns beide nicht grundlegend verändert hatten. H.z.k.B.u.K, der langjährigen Freund meiner besten Grundschulfreundin hat immer noch einen hervorragenden Musik- und Büchergeschmack (meinen), philosophiert gerne vor sich hin, mag irisches Bier, ißt fast genauso schnell wie ich, sagt seine Meinung klar und direkt (leider manchmal ohne etwas länger drüber nach zu denken => "Du hast aber auch zugelegt."), hat immer noch eine anscheinend mit der Zeit zunehmende Vorliebe für Stahlschmuck und ist immer noch im Schützenverein des verfeindeten Nachbardorfs... aber was will man machen. Jede Jeck iss anders.
Treffen mit alten Freunden bringen es immer mit sich, das über die "Guten alten Zeiten" geredet wird. Das ist für einen gewissen Zeitraum (max. 1-1,5 Stunden) ganz amüsant, danach wird es jedoch ermüdend. Die angeblich so guten alten Zeiten ließen sich gestern auch nicht ganz ignorieren, allerdings haben wir von Anfang an auch über andere Themen gesprochen. Ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich fand es doch erstaunlich wie hoch das gegenseitige Vertrauen noch war. Bevor ihr euch jetzt falsche Gedanken macht: Es ging u.a. um den Berufswechsel vom Hotelkaufmann zum Studenten (Lehramt: Grundschule!!!), die Gründe dafür (96 Std. die Woche, 21 Tage ohne einen freien Tag, Gewichtsabnahme von 15 Kilo) und die daraus resultierenden Probleme.
Es ist klar, dass mit dem Ende Schulzeit ein neuer Lebensabschnitt beginnt, der Kontakt weniger wird und sich vieles ändert. Allerdings konnte ich gestern auch feststellen, dass vieles gleich bleibt. Es wäre schade wenn diese Gemeinsamkeiten verloren gehen würden. Das mindeste was sie beiden Seiten bringen ist ein lustiger Abend mit viel Gelächter und angeregten Gesprächen mit einem aufmerksamen Zuhörer.
Also! Meldet euch! Bei wem auch immer!
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3 Kommentare:
Guten Tag,
ich habe direkt mal einen alten Schulfreund angerufen, ihm was erzählt von Gemeinsamkeiten, die nicht verloren gehen dürften, einem gemeinsamen Abend mit viel Gelächter und die Schönheit des Zuhörens. Nach einem längeren Zögern kam dann nur die Antwort, dass ich jawohl mittlerweile ein wenig zu lange in Köln wohnen würde.
In diesem Sinne, ein schönes Wochenende
Ganz im Sinne von "Mamor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Freundschaft nicht"?!
@ p_m_s: Bei dir kommt das nicht so rüber wie bei mir! ICH kann mir meine weiche, sentimentale Seite leisten! Du musst sie dir anscheinend noch erarbeiten.
@ a: Genau
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