Freitag, 18. Januar 2008

Assessment-Center Fun

Akashas "Lieblingsquelle" beschreibt ein AC wie folgt:

"Ein Assessment-Center in Form eines betrieblichen Auswahlverfahrens oder auch Personalauswahlverfahrens ist ein aufwändiges Verfahren, in dem mehrere Beobachter (Vertreter der Fachabteilung, Personalabteilung, Psychologen, externe Berater u. a.) einen bzw. mehrere (unternehmensinterne oder -externe) Kandidaten anhand von Verhaltensausprägungen beobachten, beschreiben, beurteilen und einschätzen, um auf der Basis eines zugrunde liegenden Anforderungsprofils deren Eignung für eine konkrete Aufgabe bzw. Stelle zu bewerten."

... Ein wundervoller Satz wie ich finde. So schön lang, zwei "Beziehungsweise" und mal ganz abgesehn davon war ich schon immer der Meinung, dass Sätze ohne Klammern und min. 25tsd. Kommata der Satzstatus aberkannt werden muss.

Aber egal! Zurück zum Thema! Gestern war ich auf einem AC bei einer großen deutschen in Stuttgart ansessigen GmbH die u.a. im Bereich Fahrzeugtechnik tätig ist, aber auch jedem Baumarktgänger und Küchen-Elektrozubehörkäufer bekannt ist. Im Folgenden möchte ich kurz die Chronologie dieses Ereignisses beschreiben und dann auf meine eigenen - ganz subjektiven - Eindrücke eingehen. (UHUUUU ... Ein Unisatz!)

  • 04:20 nach ca. 2,5 - 3 Std. Schlaf aufstehn!
  • 05:14 S-Bahn zum Bahnhof
  • 05:54 ICE nach Stuttgart
  • 06:15 Feststellen, dass ich nicht in den Sitzen der DB schlafen kann
  • 06:25 Mentale Notiz: Ruhezone bedeutet, dass man am Handy nicht schreit sondern nur in minimal erhöhter aber immer noch subjektive normaler Lautstärke spricht
  • 07:15 - 8:0o Selbstpräsi und Fallstudie zu Ende vorbereiten => JA ich bin faul und mache immer alles auf den letzten drücker, GUT erkannt!
  • 08:12 - 9:00 Zeit am Stuttgarter Bahnhof tot schlagen, da aus Sicherheitsgründen eine Stunde und 15 Min. früher angereist (man weiß ja nie bei der DB ... alles schon erlebt!)
  • 9:35 nach S-BAHN fahrt im Urlaubs/Feiertags Hotel ankommen
  • 9:45 es geht los
  • In den nächsten 6 Std. folgen:
    • Vortrag
    • Präsi in 6er Gruppe
    • Mittagessen
    • Vortrag
    • Gruppendiskussion
    • Schlussansprache: IHR SEID ALLE SUPER
  • ca. 17:00-20:30 Rückfahr in überfüllter S-BAHN, ICE und Straßenbahn.
Jetzt zu den subjektiven Eindrücken und Erfahrungen.
  1. VOLL! Es waren 70 Leute da! 70! Wie ich beim Mittagessen (Lachs, Bandnudeln (klein geschnitten) und Gemüse des Tages => Gruß an Parmesan_mit_Schinken) erfahren habe findet das ganze alle zwei Wochen statt und es werden nur die besten 25% der Bewerber eingeladen. Im Jahr macht das 1820 Bewerber auf ACs und das ganze mal vier ergibt die gesamt Bewerberzahl nur für das Trainee Programm!
  2. Chancen den Job nach 2-3 weitern Bewerbungsesprächen zubekommen = 3,8%, aber nur wenn man bereits beim AC war sonst liegen die chancen bei 0,96 Prozent, da im Jahr 70 Trainees eingestellt werden.
  3. Ich werde von mal zu mal besser beim Selbstpräsentieren, kann es aber immer noch nicht mit Marketing Studentinnen aufnehmen.
  4. Bei Gruppen Dikussionen verspüre ich immer noch nicht den Drang die andern Teilnehmer in Grund und Boden zu reden und ihre Vorschläge schlecht zu reden ... Mist!
  5. Ich bin ein atypischer BWLer was sich unteranderem dadurch ausdrückt, dass ich den mit am Tisch sitzenden Personalern nicht nochmal meine Selbstpräsentation vortrage!
  6. Ich glaube ich habe den Begriff bzw. das Adjektive flexibel bisher immer Falsch definiert. Ich bin jedenfalls nicht bereit für 2 Jahre alle 4-6 Monate umzuziehen und das immer in kleine Käffer am A.., Verzeihung, am Ende der Welt.
So, mit dem Fazit wird es jetzt schwer... . Ich weiß keins... oder doch! Also ich denke ich kann sagen, dass ich mich schon im vergleich zum AC bei Mutter B. verbessert habe, finde es aber immer noch eine nur bedingt geeignete Form der Bewerber Auswahl.

2 Kommentare:

Brasilianerin hat gesagt…

na dann... abwarten und tee trinken!

Akasha hat gesagt…

Übung macht anscheinend auch bei Bewerbungen den Meister... Ojej. Scheiß Standard-BWLer!

Ich dneke auch: abwarten und wieder bewerben, denn bald kommt der Job, der dich wirklich interessiert und den kreigst du auch!